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CLP-Verordnung

Schwierige Namensfindung
Seit Inkrafttreten der Verordnung ist man sich nicht einig, wie die Verordnung heißen soll. Da wurde nicht nur von EG-GHS oder EU-GHS gesprochen, sondern es wurde auch empfohlen, GHS/CLP für die europäische Fassung zu verwenden, um dann nur noch von CLP-Verordnung zu sprechen – oder in Bekanntmachungen sie sogar von einer "CLP-(EU-GHS-)Verordnung" zu bezeichnen. Durchgesetzt hat sich dann letztendlich die Bezeichnung CLP-Verordnung, so dass wir diesen Begriff auch für die in Europa geltende Fassung der UN-GHS-Verordnung verwenden wollen. "CLP" steht dabei für Classification, Labelling and Packaging of substances and mixtures, also für Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Bedeutung der CLP-Verordnung

Im Gegensatz zu europäischen Richtlinien, die meistens als Rahmen nur Mindestanforderungen vorgeben, kann eine europäische Verordnung nicht von nationalen Behörden modifiziert werden, sondern muss 1:1 so umgesetzt werden, wie sie vom Europaparlament beschlossen und verkündet worden ist. Die CLP-Verordnung wendet sich mit den Einstufungs-, Kennzeichnungs- und Verpackungsvorgaben sowohl an Lieferanten, also Hersteller, Händler und Inverkehrbringer, als auch an Anwender. Mit der CLP-Verordnung ist eine neue Einteilung der Gefährlichkeit der Gefahrstoffe verbunden. So wurden nicht nur die bisherigen Einstufungskriterien zum Teil geändert, um weltweit einheitlich gleich angewendet zu werden, oder die bisherigen 15 Gefährlichkeitsmerkmale auf 28 Gefahrenklassen verteilt, sondern es ändert sich zum Teil auch grundlegend die Kennzeichnung. Mit der 12. ATP wurde zusätzlich bei den Physikalischen Gefahren die Gefahrenklasse "Desensibilisierte explosive Stoffe/Gemische" eingefügt, so dass es heute 29 Gefahrenklassen gibt.

Es wird immer wieder die Frage gestellt, was muss man von den insgesamt 1355 Seiten wirklich kennen? Nun, das hängt natürlich davon ab, mit welchen Stoffen Tätigkeiten ausgeführt werden oder ob Stoffe selber eingestuft und gekennzeichnet werden müssen. Es liegt auf der Hand, eine allgemein gültige Antwort kann nicht gegeben werden. Grundsätzlich ist aber zu beachten, dass die CLP-Verordnung als europäische Verordnung über dem nationalen Chemikaliengesetz und damit über der Gefahrstoffverordnung rangiert, so dass alle Regelungen der CLP-Verordnung auch national erfüllt werden müssen.

Inzwischen gibt es eine Reihe von Revisionen zur CLP-Verordnung