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Zusammenhang zwischen Gefahrenklassen und Gefährlichkeitsmerkmalen

Zunächst durften Reinstoffe nach dem 01.12.2010 nur noch in Verkehr gebracht werden, wenn sie nach der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, der CLP-Verordnung, eingestuft und gekennzeichnet worden waren, nach dem 01.06.2015 trifft das auch für Gemische zu. Welche der auf den bisherigen 15 Gefährlichkeitsmerkmalen basierenden Regelungen für die jetzt in 29 Gefahrenklassen nach CLP eingeteilten Stoffe zutreffend sind, wurde in der Gefahrstoffverordnung 2010 aber nicht explizit erwähnt. Natürlich macht das Schwierigkeiten bei Gefahrenklassen, die kein direktes Pendant bei den Gefährlichkeitsmerkmalen haben, wie beispielsweise STOT einmalig, Selbstzersetzliche Stoffe/Gemische oder Pyrophore Stoffe/Gemische.

Für Jahre musste die Einstufung von Stoffen nach RL 67/548/EWG (der sog. Stoffrichtlinie) bekannt sein, um die Gefahrstoffverordnung richtig anwenden zu können. Keine leichte Aufgabe, wenn nur eine Kennzeichnung nach CLP vorliegt und wenn eine fachkundige Beratung nicht zur Verfügung steht. Diese Information sollte zwar grundsätzlich aus dem Sicherheitsdatenblatt hervorgehen, wenn wie in der CLP-Verordnung vorgeschrieben zu der CLP-Einstufung auch die parallelen Angaben zur Einstufung nach der Stoff- bzw. Zubereitungsrichtlinie angegeben worden sind, so wie dies bis zum 1. Juni 2015 für alle nach CLP ausgezeichneten Stoffe und Gemische zwingend vorgeschrieben ist.

Um diese Hilfe nutzen zu können, muss das aktuelle Sicherheitsdatenblatt vom Inverkehrbringer sach- und fachgerecht ausgefüllt sein, die geforderten Angaben enthalten, dem Anwender zur Verfügung gestellt worden und vor Ort zugänglich sein. Leider trifft das nicht immer zu. Selbst wenn die erforderlichen Daten zur Verfügung gestellt wurden, muss das Sicherheitsdatenblatt im Betrieb zugänglich sein. Ersatzweise kann ein erster Überblick aus folgenden informativen Zusammenstellungen gewonnen werden, die lediglich der groben Orientierung dienen sollen. Da für deren Richtigkeit und Vollkommenheit keine Gewährleistung übernommen werden kann, handelt es sich bei diesen Downloads nicht um eine rechtsverbindliche Umsetzung der zurzeit geltenden Regelungen:

●    Beziehung zwischen CLP-Verordnung und Stoffrichtlinie
●    Zuordnung der Gefahrenpiktogramme zu Gefahrenklassen