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Persönliche Schutzmaßnahmen

Wenn weder technische noch organisatorische Maßnahmen zu einer ausreichenden Minimierung des gesundheitlichen Risikos führen, bleiben persönliche Schutzmaßnahmen als letzte Möglichkeit. Teil der persönlichen Schutzmaßnahmen ist das Tragen von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA), die erst veranlasst werden darf, wenn eine Substitution nicht möglich/zumutbar ist und sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen nicht ausreichend die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten schützen. Die Veranlassung kann nur über eine Anordnung geschehen, ist also Aufgabe des Vorgesetzten. Die Beschäftigten sind verpflichtet, den Anweisungen Folge zu leisten.

Das Tragen von belastender Schutzausrüstung, beispielsweise luftunabhängigen Atemschutzgeräten, ist als Dauermaßnahme nicht gestattet. Gestellbrillen, Schutzhelme oder Sicherheitsschuhe zählen nicht zu den belastenden Schutzausrüstungen, auch wenn das Tragen im Sommer unter Umständen nicht angenehm ist.

Persönliche Verhaltensregeln als alleinige Schutzmaßnahmen reichen in der Regel nicht aus. Sie ergänzen jedoch die technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen. Die Einhaltung und Beachtung der Schutzmaßnahmen liegt oft im Verhalten des Mitarbeiters, beispielsweise den Frontschieber des Laborabzugs stets geschlossen zu halten oder beim Aufenthalt im Gefahrenbereich (Fertigungsstätte oder Labor) die Schutzbrille zu tragen.

Werden vorgeschriebene Schutzausrüstungen nicht getragen und weigert sich ein Beschäftigter, den Anweisungen des Vorgesetzten Folge zu leisten, so muss er sich darüber im Klaren sein, dass er grundsätzlich keinen Anspruch auf einen bestimmten Arbeitsplatz hat und jederzeit mit einem entsprechenden Verweis rechnen muss.

Weitere Informationen sind zu finden unter Einsatz von PSA als letzte Maßnahme.