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Erstellung und Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung

Jeder Arbeitgeber entscheidet grundsätzlich selbst, wie er bei seiner Gefährdungsbeurteilung vorgeht, welchen Zeitrahmen er sich setzt und welche Methoden er dabei anwendet. Voraussetzung dabei ist allerdings, dass der Arbeitgeber die notwendige Fachkunde selber hat – andernfalls muss er sich fachkundig beraten lassen. In der Gefährdungsbeurteilung sind unabhängig von der Zahl der Beschäftigten und stets vor Aufnahme der Tätigkeit die in der Gefahrstoffverordnung festgelegten Punkte zu dokumentieren bzw. zu berücksichtigen. Eine Gefährdungsbeurteilung ist stets aktuell zu halten und, wenn maßgebliche Veränderungen gegeben sind, umgehend zu überprüfen und ggf. anzupassen. 

Vor Aufnahme der Tätigkeit und nach maßgeblichen Änderungen sind folgende Punkte zu bewerten:
  ●   die Einführung neuer Stoffe,
  ●   die Änderung von Tätigkeitsabläufen,
  ●   die Änderung der Arbeitsorganisation, 
  ●   die Änderung von Vorschriften, z.B. Änderung der Einstufung nach CLP, 
  ●   das Auftreten von Unfällen,
  ●   das Auftreten von Berufskrankheiten,
  ●   der Umbau der Anlage oder
  ●   Hinweise aus der arbeitsmedizinischen Vorsorge.

Wenn die Gefährdungsbeurteilung angepasst werden musste, weil sich die Arbeitsbedingungen geändert haben oder weil die ehemals gewählten Schutzmaßnahmen sich als nicht wirksam erwiesen haben, beispielsweise weil ein Grenzwert nicht eingehalten werden kann, dann müssen umgehend auch die auf der Gefährdungsbeurteilung basierenden Betriebsanweisungen überarbeitet und angepasst werden und die betroffenen Beschäftigten entsprechend unterwiesen werden.