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Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung

Eine Gefährdungsbeurteilung ist eine systematische Untersuchung von Arbeitsplätzen im Hinblick auf schädigende Einflüsse sowie Bedingungen, unter denen sie wirksam werden, und der Ableitung wirksamer Maßnahmen am Arbeitsplatz. Zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung wird Fachkunde verlangt. Die Erstellung ist Aufgabe des Arbeitgebers/Unternehmers. Wenn dieser nicht selber fachkundig ist, muss er sich fachkundig beraten lassen.

Basis der Forderung zur Gefährdungsbeurteilung

Jeder Arbeitgeber ist nach § 5 Abs. 1 ArbSchG zur Durchführung einer solchen Beurteilung verpflichtet. Eine Ausnahme von solchen systematischen Untersuchungen gibt es nicht. Der Besonderheiten bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen und den dadurch möglicherweise erhöhten Gefährdungen der Beschäftigten wird durch Wiederholung und ausführliche Spezifizierung der Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung in § 6 GefStoffV 2010  Rechnung getragen.

Bei der Ersterstellung und bei jeder Aktualisierung einer Gefährdungsbeurteilung sind bestimmte Punkte abzuarbeiten. Wir gehen unter Erstellung/Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung näher auf diese Punkte ein und erläutern auch die jeweils nächsten Schritte nach Erstellung/Änderung der Gefährdungsbeurteilung.

Die Basis für die erforderlichen Gesichtspunkte werden im § 6 Abs. 1 GefStoffV 2010 als Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung detailliert vorgegeben. Wir erläutern die dort genannten Punkte ausführlicher unter Beurteilen von Gefährdungen.

Der Versuch, eine allgemein anwendbare Vorlage für eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen, konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Wir stellen die resultierende Mustervorlage zur Gefährdungsbeurteilung zur Anwendung zur Verfügung.

Aufnahme der Tätigkeit mit Gefahrstoffen

Der Arbeitgeber darf eine Tätigkeit mit Gefahrstoffen erst aufnehmen lassen, nachdem eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt, die erforderlichen Schutzmaßnahmen getroffen und die betreffenden Beschäftigten unterwiesen wurden.

Wirksamkeitsprüfung

In einem angemessenen Abstand sind die Schutzmaßnahmen grundsätzlich auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Die Gefährdungsbeurteilung ist unverzüglich zu wiederholen, wenn gewählte technische Schutzmaßnahmen nicht ausreichen. Das Ergebnis jeder Überprüfung ist aufzuzeichnen.