Aktuelles

Anzeige zur Erlaubniseinholung bei Begasungstätigkeiten

Wer Tätigkeiten mit Begasungsmitteln ausüben will, bedarf in der Regel der Erlaubnis der zuständigen Behörde und muss die Durchführung der Begasungen jeweils 7 Tage zuvor anzeigen. Bei Schiffsbegasungen gilt eine reduzierte Mitteilungsfrist von mindestens 24 Stunden. In der Anlage 3b der TRGS 512 ist das für die Mitteilung erforderliche Mitteilungsformular hinterlegt.

Zur Begasung dürfen nur zugelassene Stoffe und Gemische eingesetzt werden, die dafür zugelassen sind; diese Produkte können Blausäure, Phosphorwasserstoff, Ethyelnoxid, Sulfuryldifluorid, Formaldehyd oder dafür explizit zugelassene akut toxische Stoffe enthalten, beispielsweise Biozidprodukte oder Pflanzenschutzmittel.

Zur Beantragung der Erlaubnis muss nachgewiesen werden, dass der für die Ausführung Verantwortliche die erforderliche Zuverlässigkeit und – durch ein betriebsärztliches Gutachten nachgewiesen – die körperliche und geistige Eignung für Tätigkeiten mit Begasungsmitteln besitzt und Befähigungsschein-Inhaber ist. Außerdem muss versichert werden, dass eine ausreichende Zahl von Befähigungsschein-Inhabern für die Durchführung der Arbeiten zur Verfügung steht.

Für Begasungen außerhalb von ortsfesten Sterilisationskammern muss 7 Tage vor Tätigkeitsbeginn eine Anzeige mit den folgenden Angaben vorliegen:

  • der Name der verantwortlichen Person,
  • der Tag der Begasung,
  • ein Lageplan zum Ort der Begasung und das zu begasende Objekt mit Angabe der
  • zu begasenden Güter,
  • das für den Einsatz vorgesehene Begasungsmittel und die vorgesehenen Mengen
  • der voraussichtliche Beginn der Begasung,
  • das voraussichtliche Ende der Begasung,
  • der voraussichtliche Termin der Freigabe sowie
  • der Zeitpunkt der Dichtheitsprüfung, falls diese erforderlich ist.

Der Wechsel eines Befähigungsschein-Inhabers bei Begasungen mit Erlaubnisvorbehalt ist unverzüglich der zuständigen Behörde mitzuteilen.