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CLP: 4. ATP

Diese Anpassung der CLP-Verordnung an den technischen Fortschritt ist in Form der Verordnung (EU) 487/2013  am 1. Juni 2013 im Amtsblatt der Europäischen Union publiziert worden und trat damit am 21. Juni in Kraft. 

Die wesentlichen Neuerungen darin sind:
-   Überarbeitung einiger P-Sätze und einiger Kombinationen von P-Sätzen: Es gibt 3 neue, 19 geänderte, 11 mit geänderter
    Zuordnung zu Gefahrenkategorien und 10 aufgehobene P-Sätze.
-   Durch weitere Unterteilungen von Gefahrenklassen ergeben sich insgesamt drei neue Gefahrenkategorien, für die neue H-Sätze
    formuliert worden sind: 
      •  Bei entzündbaren Gasen wird eine zusätzliche Unterklasse für chemisch instabile Gase (Chem. Unstab. Gas) mit den
         Kategorien A und B gebildet. Beide Unterklassen werden weder mit einem Piktogramm noch mit einem Signalwort,
         sondern lediglich mit dem neu formulierten H-Satz H230 bzw. H231 gekennzeichnet.
      •  In der bisherigen Gefahrenklasse "Entzündbare Aerosole" wurde eine zusätzliche Kategorie 3 (für nicht entzündbare Aerosole)
         eingefügt. Durch diese Neueinteilung bzw. Erweiterung musste die Gefahrenklasse in "Aerosole" umbenannt werden und es sind
         damit Änderung der Einstufungsverfahren sowie der Prüf- und Einstufungskriterien verbunden. Die Kennzeichnung der neuen
         Kategorie 3 (nicht entzündbare Aerosole) erfolgt ohne Piktogramm, aber mit dem Signalwort Achtung und dem neu formulierten H-Satz H229.
-   Bei den gegen Metalle korrosiv wirkenden Stoffen und Gemischen, die nicht zusätzlich auch als haut- oder augenätzend einzustufen sind,
    wurde die Kennzeichnung mit einem Piktogramm gestrichen.
-   Bei Proben für die wissenschaftliche Forschung und Entwicklung oder für Qualitätskontrollen, jeweils mit einem maximalen Inhalt von
    10 ml ist eine vereinfachte Kennzeichnung möglich, wenn es sich dabei nicht um Pflanzenschutzmittel oder Biozidprodukte handelt.

Die Neuerungen der Verordnung können sofort umgesetzt werden, aber es kann auch eine Übergangsfrist bis zum 01.12.2014 für die Inverkehrbringung in Anspruch genommen werden.