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Was sind Gefahrstoffe?

Gefahrstoffe sind alle Stoffe, die in irgendeiner Form
  ●  die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen können, z. B. akut toxische oder krebserzeugende Stoffe;
  ●  seine körperliche Unversehrtheit gefährden können, z. B. ätzende, explosive Stoffe;
  ●  seine körperliche Funktionsfähigkeit beeinflussen können, z. B. reproduktionstoxische Stoffe,
      und zwar unabhängig von der eingesetzten Stoffmenge.

Gefahrstoffe können u. a. 
  ●  natürlichen Ursprungs sein, z. B. Blei, Methan, Kohlendioxid;
  ●  technisch hergestellt sein, als reiner Stoff oder als Stoffgemisch (Gemisch oder Gemenge) vorliegen, z. B. Lösemittel, Farben;
  ●  unbeabsichtigt entstehen, z. B. als Nebenprodukte, Stäube, Abgase oder Rückstände sowie durch nicht vorgesehenes Mischen von Stoffen,
      auch von solchen, die in reiner Form keinen Gefahrstoff darstellen, z. B. bei Lagerung oder Entsorgung.

Definition der Gefahrstoffe nach § 2 GefStoffV: Gefährliche Stoffe und Gemische sind Stoffe und Gemische,
  ●  die nach EG Nr. 1272/2008 (CLP-Verordnung) dargelegten Kriterien für physikalische Gefahren oder Gesundheitsgefahren erfüllen
      oder umweltgefährlich sind (§ 3a ChemG und § 3 GefStoffV);
  ●  die sonstige chronisch schädigende Einwirkungen haben können;
  ●  die explosiv sind;
  ●  aus denen bei der Verwendung Stoffe und Gemische nach vorstehender Definition entstehen oder freigesetzt werden können;
  ●  die sonstige gefährliche Stoffe im Sinne des Artikels 2 Buchstabe b in Verbindung mit Buchstabe a der RL 98/24/EG des Rates vom
      7. April 1998 sind; im Prinzip sind das alle Stoffe,
      -   die mit einem Gefahrenpiktogramm oder einem H-Satz gekennzeichnet sind und/oder
      -   für die ein Arbeitsplatzgrenzwert existiert;
  ●  krebserzeugende, keimzellmutagene und reproduktionstoxische Stoffe nach Anhängen der CLP-Verordnung oder nach Bekanntmachung des
      Bundesministeriums für Arbeit und Soziales nach § 20 Abs. 4 GefStoffV.