Aktuelles

Wegweiser TRGS 500 (Zusatzinformation)

Vorgehen bei der Auswahl der Schutzmaßnahmen

Es muss eine Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich der Gefährdungen der Tätigkeiten mit Gefahrstoffen durchgeführt werden. Hilfestellung kann dabei z.B. die TRGS 400 "Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen" und die TRGS 401 "Gefährdung durch Hautkontakt, Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen" geben. 

Ergebnis dieser Gefährdungsbeurteilung kann sein, dass es sich um eine Tätigkeit mit geringer Gefährdung handelt und die im § 8 GefStoffV beschriebenen allgemeinen Schutzmaßnahmen bereits ausreichen. In Nummer 4 der TRGS werden die für Tätigkeiten mit geringer Gefährdung zutreffenden Schutzmaßnahmen detailliert beschrieben.  

Wenn keine Tätigkeit mit geringer Gefährdung vorliegt, muss die Rangfolge der Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip) beachtet werden; eine detaillierte Beschreibung ist in Nummer 5 der TRGS 500 zu finden.   

Bei allen Tätigkeiten müssen die allgemeinen Schutzmaßnahmen des § 8 GefStoffV beachtet werden. Wenn es sich nicht um Tätigkeiten mit geringer Gefährdung handelt, sind weitere Maßnahmen zu beachten, die ausführlich in Nummer 6 der TRGS 500 konkretisiert werden. 

Reichen die Maßnahmen nach § 8 GefStoffV nicht aus, müssen zusätzlich Schutzmaßnahmen nach § 9 GefStoffV getroffen werden. Eine Konkretisierung der umzusetzenden Maßnahmen findet sich in Nummer 7 der TRGS 500. 

Die besonderen Schutzmaßnahmen nach § 10 GefStoffV sind anzuwenden, wenn Tätigkeiten mit CMR-Stoffen ausgeführt werden (Nummer 8.1 der TRGS 500) und die besonderen Schutzmaßnahmen nach § 11 GefStoffV, wenn physikalisch-chemische Einwirkungen auftreten können (Nummer 8.2). 

Neu in der Neufassung der TRGS 500 sind in Nummer 9 die ausführlichen Beschreibungen möglicher Schutzmaßnahmen für Tätigkeiten mit A- und E-Staub nach Anhang 1 GefStoffV, die aus der aufgehobenen TRGS 504 übernommen wurden.


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