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Wegweiser TRGS 505

TRGS 505 Blei
(Ausgabe: Februar 2007)
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Ziel
Konkretisierung des Vorgehens zur Durchführung von Tätigkeiten mit Blei und anorganischen Bleiverbindungen sowie bleihaltigen Gemischen. Sie gilt nicht für Bleialkyle und deren Gemischen, sowie die im Anhang VI der CLP-Verordnung namentlich genannten organischen Bleiverbindungen (früher Anhang I der RL 67/548/EWG).
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Zielgruppe 
Die TRGS wendet sich in erster Linie an

  ●  Arbeitgeber/Unternehmer, auch Unternehmer ohne eigene Beschäftigte, 
  ●  Fachkundige Personen, die vom Arbeitgeber/Unternehmer mit der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung
       betraut sind,
  ●  Informell: Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte, Mitglieder der betrieblichen Mitbestimmungsorgane; Koordinatoren für Sicherheit
       und Gesundheitsschutz nach Baustellenverordnung, Bauplaner und Bauherrn. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Inhalt 
Die TRGS 505 betrifft insbesondere die Branchen 
  ●  Be- und Verarbeitung von Nichteisenmetallen,
  ●  Elektrotechnik,
  ●  Maler und Lackierer,
  ●  Dachdecker,
  ●  Abbruch,
  ●  Abfallbehandlung.

Die TRGS 505 beschreibt die erforderlichen Vorbereitungen, Schutzmaßnahmen und Ausführung von Tätigkeiten mit Blei, anorganischen Bleiverbindungen sowie bleihaltigen Gemischen und ein Handlungskonzept zum Schutz der Beschäftigten (--> mehr dazu).

Neben Verwendungsverboten von Blei, insbesondere bei Verpackungen, Trinkwasserinstallationen, Autos und Elektro- und Elektronikgeräten sowie Bleikarbonaten und Bleisulfaten in Farben wird auf die die Beschäftigungsbeschränkungen gemäß JArbSchG und MuSchG hingewiesen. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Vorgehen
Bei Tätigkeiten mit Blei und bleihaltigen Stoffen ist besondere Vorsicht geboten, da Blei in der Regel durch bleihaltigen Staub bzw. Dämpfe aufgenommen wird und sich im Körper anreichert. Die Anreicherung kann durch den Blutbleispiegel im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge festgestellt werden.

Es ist daher notwendig, das Vorhandensein von Blei bzw. bleihaltigen Stoffen zu prüfen, insbesondere bei Tätigkeiten, die nicht deutlich erkennbar eine Belastung mit bleihaltigen Stoffen vermuten lassen. Beispiel hierfür ist der Rostschutz von alten Stahlkonstruktionen mit Bleimennige. Die entsprechend der auszuführenden Tätigkeiten festzulegenden Schutzmaßnahmen sind konsequent umzusetzen und ihre Wirksamkeit ist in geeigneter Weise zu prüfen.

Beschäftigte die Tätigkeiten mit Blei und bleihaltigen Stoffen müssen der arbeitsmedizinischen Pflichtvorsorge unterzogen werden. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Weitere Informationen
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