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Wegweiser TRGS 517

TRGS 517 Tätigkeiten mit potenziell asbesthaltigen mineralischen Rohstoffen und daraus hergestellten Gemischen und Erzeugnissen
(Ausgabe: Februar 2013, zuletzt geändert im März 2015)
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Ziel
Konkretisierung des Vorgehens bei der Durchführung von Tätigkeiten mit potenziell asbesthaltigen mineralischen Rohstoffen und daraus hergestellten Gemischen und Erzeugnissen
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Zielgruppe
Die TRGS wendet sich in erster Linie an
  ●  Arbeitgeber/Unternehmer, auch Unternehmer ohne eigene Beschäftigte,
  ●  Fachkundige Personen, die vom Arbeitgeber/Unternehmer mit der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung
       betraut sind,
  ●  Informell: Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte, Mitglieder der betrieblichen Mitbestimmungsorgane; Koordinatoren
      für Sicherheit und Gesundheitsschutz nach Baustellenverordnung, Bauplaner und Bauherrn. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Inhalt
Die TRGS 517 betrifft insbesondere die Branchen
  ●  Rohstoffgewinnung (Steinbrüche, Bergbau),
  ●  Baustoff-Recycling,
  ●  Natursteinbearbeitung,
  ●  Verkehrswegebau,
  ●  Tunnelbau.

Die TRGS beschreibt das Vorgehens bei der Durchführung von Tätigkeiten mit potenziell asbesthaltigen mineralischen Rohstoffen und daraus hergestellten Gemischen und Erzeugnissen. Hierbei geht es insbesondere um das natürliche Mineral Asbest, das bei der Gewinnung und Bearbeitung von Natursteinen sowie dem Bearbeiten von mit Naturstein versetzten Material auftreten kann. Hinweise hierzu sind in der Anlage 1 zu finden.

Gemäß den Regelungen in Anhang II Nr. 1 Abs. 2 GefStoffV dürfen natürlich vorkommende Rohstoffe und daraus hergestellte Gemische und Erzeugnisse, die Asbest mit einem Massegehalt von über 0,1 % enthalten nicht in den Verkehr gebracht werden. Die TRGS beschreibt in Anlage 2 verschiedene Verfahren zur Feststellung dieser Massegehalte an Asbest.
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Vorgehen
Bei der Durchführung Tätigkeiten mit potenziell asbesthaltigen mineralischen Rohstoffen und daraus hergestellten Gemischen und Erzeugnissen sind auf Grund der besonderen Gefahren, die durch die möglich Freisetzung von Asbestfeinstaub für die betroffenen Beschäftigten entstehen können, umfangreiche Ermittlungen zu möglichen Vorkommen von Asbest notwendig. Dies betrifft insbesondere die Gewinnung und Bearbeitung von Naturstein und den Tunnelbau, aber auch die Möglichkeit der Freisetzung durch eingesetzte Zuschlagstoffe in Beton und Mischasphalt bei deren Bearbeitung oder Wiederaufbereitung.

Die TRGS beschreibt hier für die jeweiligen Einsatzfälle detaillierte Schutzkonzepte die eine Gefährdung minimieren sollen (--> mehr).

Die Wirksamkeit der vorgegebenen Schutzmaßnahmen ist immer sicherzustellen und zu überprüfen.
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Weitere Informationen, u. a.
  ●  DGUV Regel 113-601: Branche Gewinnung und Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen
  ●  BG RCI: Handlungsanleitung Steinbearbeitungsmaschinen - sicher betreiben