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Wegweiser TRGS 554

TRGS 554 Abgase von Dieselmotoren
(Ausgabe: Oktober 2008, zuletzt geändert im Juli 2009) ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Diese TRGS konkretisiert die Ermittlung der partikelförmigen Anteile der Dieselmotoremissionen (DME) und legt Schutzmaßnahmen für Arbeitsbereiche, in denen Abgase von Dieselmotoren in der Luft an Arbeitsplätzen auftreten können, fest. Abgase von Dieselmotoren bestehen aus gasförmigen (Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid) und krebserzeugenden, partikelförmigen Anteilen. Vorrangiges Ziel der TRGS 554 ist die Minimierung der entstehenden Gefahrstoffe aus Dieselmotoren. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Zielgruppe
Die TRGS wendet sich in erster Linie an
  ●  Arbeitgeber/Unternehmer/Betriebsleiter, auch Unternehmer ohne eigene Beschäftigte,
  ●  Fachkundige Personen, die vom Arbeitgeber/Unternehmer mit der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung
       betraut sind,
  ●  Informell: Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte, Mitglieder der betrieblichen Mitbestimmungsorgane. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Inhalt
Die TRGS 554 beinhaltet:
  ●  Möglichkeiten des Einsatzes von Ersatzstoffen/-verfahren unter Einbezug des Standes der Technik,
  ●  Maßnahmen zur Minimierung von DME,
  ●  die rechnerische und messtechnische Ermittlung von partikelförmigem, elementaren Kohlenstoff in den Abgasen von Dieselmotoren,
  ●  sie gilt bis zur Festlegung einer Risiko-Akzeptanzschwelle zur Beurteilung der inhalativen Exposition. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Der Arbeitgeber prüft
  1. bei der Neuanschaffung von Flurförderzeugen ob auf den Einsatz von dieselgetriebenen Flurförderzeugen in ganz oder teilweise
       geschlossenen Arbeitsbereichen verzichtet werden kann,
  2. die Verfügbarkeit von Dieselpartikelfiltern (DPF) und
  3. den Einsatz von Abgasnachbehandlungssystemen für den gasförmigen Anteil der Abgase.

Anschließend ermittelt der Arbeitgeber die Exposition der Arbeitnehmer durch DME im Arbeitsbereich. Die Minimierung bzw. die Überwachung der Arbeitsplätze kann durch Wartungspläne der Motoren, den Einsatz von Dieselkraftstoffen nach Qualitätsanforderungen der DIN EN 590, dem Gefahrstoffkataster sowie der Kontrolle der eingesetzten Abgasabsaugungstechnik und der raumlufttechnischen Anlagen gewährleistet werden.

Bei einer inhalativen Exposition von > 0,1 mg EC/m³ soll Atemschutz (min. P2-Filter) getragen werden. Die Arbeitnehmer werden in einer jährlichen Unterweisung allgemein arbeitsmedizinisch-toxikologisch beraten. Die Beratung enthält das Angebot einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung und ist schriftlich festzuhalten.
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Weitere Informationen, u. a.
  ● DIN EN 590