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​Expositions-Risiko-Beziehung (ERB)

Für viele krebserzeugende Stoffe lassen sich in der Regel keine Höchstgrenzen angeben, bei deren Unterschreitung eine Beeinträchtigung der Gesundheit der Exponierten ausgeschlossen werden kann Deshalb sollen diese Stoffe möglichst nicht eingesetzt werden.

Früher gab es für diese Stoffe die sogenannten Technischen Richtkonzentrationen (TRK-Werte), die wie Grenzwerte zu beachten waren. Die Neufassung der Gefahrstoffverordnung 2005 sah nur noch gesundheitsbasierte Grenzwerte vor, so dass die TRK-Werte ersatzlos gestrichen werden mussten. Da sich Tätigkeiten mit diesen Stoffen nicht vermeiden lassen, müssen – abhängig von der Gefährlichkeit der betreffenden Substanz – besondere Schutzmaßnahmen eingehalten werden, was nicht einfach und immer nachvollziehbar festgelegt werden kann. Das in den letzten Jahren neu entwickelte risikobezogene Maßnahmenkonzept für Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen ist in der gleichnamigen TRGS 910 dargestellt. Schutzmaßnahmenkonzept und die zugehörigen risikobezogenen Expositionsgrenzen sind in der Technischen Regel für Gefahrstoffe dargestellt.

Im Anhang 3 der TRGS 910 ist der "Leitfaden zur Quantifizierung stoffspezifischer Expositions-Risiko-Beziehungen und von Risikokonzentrationen bei Exposition gegenüber krebserzeugenden Gefahrstoffen am Arbeitsplatz" enthalten. In dem Leitfaden werden die angestimmten Regeln beschrieben, um eine Exposition-Risiko-Beziehungen (ERB) für krebserzeugende Stoffe aus Literaturdaten abzuleiten und damit Bezugswerte bei definiertem Risiko zu begründen.