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Prävention

Prävention ist Vorsorge und Schutz vor Ereignissen, die das Individuum oder eine Gemeinschaft von Menschen existentiell bedrohen und gefährden können, z. B. Krankheiten, Unfälle, Katastrophen, Verbrechen.

Grundsätzlich lässt sich unterscheiden zwischen defensiver und aktiver Prävention. Defensive Prävention will durch Vorkehrungen die Folgen von Katastrophen, Schadensfällen, Unglücken und Krankheiten begrenzen. Das Rettungswesen, die Ausbildung in Erster Hilfe, das Sozialversicherungssystem oder die Ausrüstung eines Autos mit einem Airbag sind Beispiele defensiver Prävention.

Im Unterschied dazu geht es bei der aktiven Prävention darum, soweit wie möglich zu verhindern, dass Not- und Gefahrensituationen überhaupt eintreten. Maßnahmen der aktiven Prävention sind z. B. das Verbot bestimmter Stoffe oder die Festlegung technischer Bauvorschriften.

Im Bereich der Gesundheitsfürsorge unterscheidet man auch zwischen primärer, sekundärer und tertiärer Prävention:
   ●  Primäre Prävention will die Entstehung einer Krankheit verhindern (z. B. durch Impfung, Beeinflussung des Gesundheitsverhaltens, Abbau
       von Arbeitsbelastungen)
   ●  Sekundäre Prävention strebt z. B. durch Vorsorgeuntersuchungen an, eine Krankheit möglichst früh zu erkennen, damit eine Behandlung
       rechtzeitig einsetzen kann.
   ●  Von tertiärer Prävention spricht man, wenn die Verschlimmerung einer eingetretenen Krankheit vermieden bzw. eine Verbesserung erreicht
       werden soll, etwa durch einen Kuraufenthalt.

Prävention steht in enger Verbindung zur Rehabilitation. Eine Maßnahme kann gleichzeitig präventiv und rehabilitativ sein. So können technische Änderungen an einem Arbeitsplatz das Ziel haben, die Verschlimmerung eines Gesundheitsproblems zu vermeiden (Prävention) und gleichzeitig die Fortführung beruflicher Tätigkeit zu ermöglichen (Rehabilitation).