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Rangfolge der Schutzmaßnahmen

Die Gefahrstoffverordnung schreibt die Reihenfolge der Schutzmaßnahmen verbindlich vor. Das zugrunde liegende Prinzip wird "STOP"-Verfahren genannt:

               

1. An erster Stelle steht die Frage, ob der vorgesehene Gefahrstoff oder das geplante Arbeitsverfahren gegen weniger
     gefährliche Alternativen ausgetauscht werden können (Substitutionsgebot).

               

2. Durchführung geeigneter, technischer Schutzmaßnahmen. Hierzu zählen auch kollektive Schutzmaßnahmen, wie
     beispielsweise gezielte Absaugung freiwerdender Gase, Dämpfe oder Schwebstoffe oder entsprechende
     Lüftungsmaßnahmen.

               

3. Wenn erforderlich, sind organisatorische Maßnahmen in Betracht zu ziehen, beispielsweise die Gestaltung des
     Arbeitsplatzes und der Arbeitsorganisation, die Begrenzung der Gefahrstoffmenge, der Dauer der Exposition oder
     der Anzahl der Beschäftigten, die dem Gefahrstoff ausgesetzt sind.

               

4. Erst wenn alle Möglichkeiten der Substitution sowie der technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen
     ausgeschöpft sind, kommt als letzte Möglichkeit die Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) in Betracht.

Die Arbeitsverfahren sind dabei nach dem Stand der Technik so zu gestalten, dass gefährliche Gase, Dämpfe oder Schwebstoffe nicht frei werden und mit festen oder flüssigen Gefahrstoffen kein Hautkontakt möglich ist.

Zur Bereitstellung von geeigneter persönlicher Schutzausrüstung ist zu bemerken, dass Beschäftigte verpflichtet sind, bereitgestellte PSA zu tragen und dass das Tragen von belastender PSA als ständige Maßnahme nicht zugelassen ist.