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Substitution

Im § 7 Abs. 3 GefStoffV wird zur Gefährdungsminimierung eine "vorrangige" Substitution des Gefahrstoffs und des angewendeten Verfahrens gefordert. Diese Forderung ist zunächst grundsätzlich und unabhängig von den Eigenschaften des Gefahrstoffs oder denen des eingesetzten Verfahrens. In § 6 Abs. 8 Nr. 3 GefStoffV wird die Ausnahme zugelassen, in der Gefährdungsbeurteilung den Verzicht auf eine technisch mögliche Substitution nicht dokumentieren zu müssen, wenn nicht mehr zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten und der Umwelt erforderlich ist, als die allgemeinen Schutzmaßnahmen nach § 8 GefStoffV (s. Substitutionsgebot).

Bei den Substitutionsüberlegungen soll abgeschätzt und bewertet werden, ob es möglich ist – zum Schutz der Gesundheit und der Sicherheit der Beschäftigten (und der Umwelt) – anstelle der geplanten Gefahrstoffe und des geplanten Anwendungsverfahrens weniger gefährliche Gefahrstoffe und/oder ein weniger gefährliches Anwendungsverfahren einzusetzen.

Es liegt auf der Hand, dass für diese Aufgabe ausreichende Fachkunde erforderlich ist, wenn etwas Sinnvolles bei der Abschätzung und Bewertung herauskommen soll. Die Substitutionsüberlegungen haben die höchste Priorität unter den technischen Schutzmaßnahmen und sind an erster Stelle auszuwerten und zu entscheiden. Besonders bei kleineren Betrieben kann häufig das bei den herunterladbaren Musterformularen zur Verfügung gestellte Formblatt verwendet werden, in dem die in den meisten Fällen relevanten Parameter angesprochen und abgefragt werden.