Aktuelles

Tätigkeiten mit geringer Gefährdung

Wenn in der Gefährdungsbeurteilung festgestellt wird, dass sowohl
  ●  unter den vorhandenen Arbeitsbedingungen als auch
  ●  bei der verwendeten Stoffmenge als auch
  ●  bei der Dauer des Kontaktes als auch durch die der Höhe der Konzentration

eine Gesundheitsgefährdung am Arbeitsplatz mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen ist, dann kann von einer Tätigkeit mit geringer Gefährdung ausgegangen werden.

Tätigkeiten mit geringer Gefährdung sind in der Regel auf Gefahrstoffe beschränkt, die für den privaten Endverbraucher im Handel in Selbstbedienung erhältlich sind und am Arbeitsplatz unter den in Privathaushalten typischen Bedingungen und Mengen eingesetzt werden (vgl. neueste Fassung des EMKG).

Weitere Voraussetzungen für die Einstufung in „Tätigkeiten mit geringer Gefährdung“ sind:
  ●  Die Allgemeinen Schutzmaßnahmen sind ausreichend.
  ●  Es ist keine persönliche Schutzausrüstung erforderlich.
  ●  Der AGW oder Beurteilungsmaßstab ist jederzeit sicher eingehalten.

Folgende Maßnahmen entfallen bei Tätigkeiten mit geringer Gefährdung:
  ●  Die Aufnahme der Tätigkeit in das Gefahrstoffverzeichnis.
  ●  Erstellen von Betriebsanweisungen und Durchführen von Unterweisungen.

Hinweise:
  ●  Die Regelungen der TRGS 500 müssen trotz geringer Gefährdung erfüllt werden.
  ●  Die Schutzleitfäden der Reihe 100 beschreiben die, bei der auf die „geringe Gefährdung“ folgenden Gefährdungsstufe
      zu ergreifenden Maßnahmen.
  ●  Wenn bei Tätigkeiten mit ätzenden Stoffen, ein Hautkontakt möglich ist (H314), kann grundsätzlich keine geringe Gefährdung
      bestehen (TRGS 401).
  ●  Weitere Hinweise und Beispiele finden sich in der TRGS 400, Abschnitt 6.2.