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​ Fachkunde

Fachkundig ist nach § 2 Abs. 16 GefStoffV, wer zur Ausübung einer in dieser Verordnung bestimmten Aufgabe über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügt. Die Anforderungen an die Fachkunde sind abhängig von der jeweiligen Art der Aufgabe. Zu den Anforderungen zählen eine entsprechende Berufsausbildung, Berufserfahrung oder eine zeitnah ausgeübte entsprechende berufliche Tätigkeit sowie die Teilnahme an spezifischen Fortbildungsmaßnahmen.

 

Erläuterung:

Die Definition der "Fachkunde" in der Gefahrstoffverordnung wird durch den AGS in einer Klarstellung vom 15.11.2016 präzisiert.

Zu den bereits benannten Anforderungen an die Fachkunde, wie
   ●  entsprechende Berufsausbildung,

   ●  Berufserfahrung oder
   ●  eine zeitnah ausgeübte entsprechende berufliche Tätigkeit sowie
   ●  die Teilnahme an spezifischen Fortbildungsmaßnahmen,
wird zusätzlich noch "Kompetenz im Arbeitsschutz" benannt.

Weiterhin wird in der Klarstellung darauf hingewiesen, dass eine Fachkunde nicht allein durch die Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen erreicht werden kann, sondern immer auch betriebspraktische Erfahrungen einfließen müssen. Die betrifft sowohl die fachkundige Durchführung der Gefährdungsbeurteilung als auch die Umsetzung der Schutzmaßnahmen im Unternehmen. Die notwendige Fachkunde – insbesondere bei der Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen nach  § 6 GefStoffV – kann auch durch das Zusammenarbeiten mehrere Personen hergestellt werden.

ACHTUNG: Wir weisen auf die unterschiedlichen Definitionen des Begriffs Fachkunde in der Gefahrstoffverordnung, der Betriebssicherheitsverordnung und der Biostoffverordnung hin.