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Verfahrens- und stoffspezifische Kriterien (VSK)

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sollte überprüft werden, ob die vorgesehene Tätigkeit in einer in der TRGS 420 hinterlegten verfahrens- und stoffspezifischen Kriterien (VSK) beschrieben ist. Wird festgestellt, dass das der Fall ist und dass alle dort festgelegten verfahrens- und stoffspezifischen Bedingungen beachtet und eingehalten werden können, kann das Ergebnis der VSK für die Gefährdungsbeurteilung übernommen werden. Wird die in VSK beschriebene Tätigkeit nicht exakt so, wie in der VSK beschrieben oder mit anderen als den in der VSK genannten Stoffen durchgeführt, so ist die VSK nicht anwendbar.  

Mit den in der VSK genannten Schutzmaßnahmen und Festlegungen zu ihrer Wirksamkeitskontrolle wird sichergestellt, dass Arbeitsplatzgrenzwerte und Beurteilungsmaßstäbe eingehalten werden.

Bei Verwendung einer VSK muss in der Gefährdungsbeurteilung mindestens Folgendes dokumentiert werden:
1. Angabe der angewandten VSK,
2. Beschreibung der Gefahrstoffe, der Tätigkeiten und der angewendeten Verfahren,
3. Zeitpunkt und Art der erforderlichen Wirksamkeitsprüfungen.

Basiert eine Gefährdungsbeurteilung auf dem Ergebnis einer VSK, so muss immer wieder überprüft werden, ob die betreffende VSK noch in der aktuellen TRGS 420 gelistet ist oder ob sie zwischenzeitlich gestrichen wurde und damit nicht mehr gültig ist.