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Wegweiser: Fachkunde

In der Gefahrstoffverordnung wird Fachkunde als notwendige Voraussetzung für zwei Aufgaben/Tätigkeiten verlangt:
  ●  die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung (§ 6 Abs. 9 GefStoffV) und
  ●  die Messung von Gefahrstoffen an Arbeitsplätzen (§ 7 Abs. 10 GefStoffV)

Die Frage, wer fachkundig ist oder wie Fachkunde erlangt werden kann, ist nicht allgemein zu beantworten. Abhängig von der Tätigkeit und abhängig von den Gefahrstoffeigenschaften sind unterschiedlich tiefe und profunde Kenntnisse erforderlich, um als Fachkunde anerkannt werden zu können. Hinweise, welches Wissen, welche Erfahrung oder welche Grundausbildung erforderlich sein können, sind in einigen TRGS zu finden, beispielsweise in der TRGS 800 für den Fall des Brandschutzes oder in der TRGS 402 für Arbeitsplatzmessungen.

Neu in der Gefahrstoffverordnung ist die Klarstellung im § 6 Abs. 9, dass Sicherheitsfachkräfte und Betriebsärzte nicht automatisch fachkundig sind, aber fachkundig sein können, was im Einzelfall auch unter Umständen nachgewiesen werden muss!

In der TRGS 402 wird auch klargestellt, dass Fachkunde nicht nur bei der Durchführung von Messungen erforderlich ist, sondern auch dann, wenn alternativ zur Messung ein anderes Ermittlungsverfahren eingesetzt wird. 

ACHTUNG: Wir weisen auf die unterschiedlichen Definitionen des Begriffs Fachkunde in der Gefahrstoffverordnung, der Betriebssicherheitsverordnung und der Biostoffverordnung hin.