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Dokumentationspflicht und Aufbewahrungsfrist des Explosionsschutzdokuments

Seit dem 01.06.2015 ist in der Gefahrstoffverordnung vorgeschrieben, dass das Explosionsschutzdokument bei der Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung abzulegen ist. Diese Forderung im § 6 Abs. 9 GefStoffV 2010 ist die konsequente Folge, die aus der Verlagerung des betrieblichen Explosionsschutzes aus der Betriebssicherheitsverordnung in die Gefahrstoffverordnung resultiert.

An den Anforderungen an die Fachkunde zur Erstellung des Sicherheitsdatenblattes hat sich nichts geändert. Vorsicht also, dass die geforderte Fachkunde auch vorhanden ist. Im Zweifelsfall empfiehlt sich sicher, das Explosionsschutzdokument von dem erstellen zu lassen, der auch bislang dafür zuständig war. 

An den Inhalt des Explosionsschutzdokumentes werden seit Jahren gleichbleibende Forderungen gestellt. Nachdem die bisherige Verpflichtung, explosionsgefährdete Bereich in Explosionsschutzzonen einzuteilen gegen eine Kann-Bestimmung ausgetauscht wurde, wird im Explosionsschutzdokument allerdings jetzt auch die Dokumentation gefordert, ob und wenn ja welche Bereiche in Zonen eingeteilt wurden. Die aktuellen und grundsätzlich verbindlichen Vorgaben haben wir in einer Vorlage bei unseren Musterformularen zusammengefasst.

Da weder in der Gefahrstoffverordnung noch in der CLP-Verordnung eine Aufbewahrungsfrist für das Explosionsschutzdokument festgelegt worden is und es Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung ist, empfehlen wir auch hierfür eine Aufbewahrungsfrist von mindestens 5 Jahren einzuhalten.