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Gefahrstoffdatenbanken

Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) - das ehemalige BGIA - stellt im Internet mehrere Gefahrstoffdatenbanken in einem zusammenfassenden Überblick zur Verfügung, aus dem u. a. sich die diversen Datenbanken des so genannte Gefahrstoffinformationssystem GESTIS aufrufen lassen, das Betrieben hilft, Gefahren durch gesundheitsschädliche Stoffe am Arbeitsplatz zu ermitteln und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Aber auch Fachleute und Wissenschaftler können aus dem Datenpool schöpfen: Die Informationen reichen von Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Vergiftungserscheinungen, über Analyseverfahren für Chemikalien bis hin zu wissenschaftlichen Begründungen für Arbeitsplatzgrenzwerte. Etwa 30.000 chemische Stoffe sind europaweit im Handel. Circa 1.500 davon sind besonders gefährlich, zum Beispiel Krebs erzeugend. Chemikalien finden sich in allen Lebensbereichen, besonders intensiv ist der Kontakt allerdings dort, wo beruflich mit ihnen umgegangen wird: An Arbeitsplätzen, an denen Gefahrstoffe hergestellt oder weiterverarbeitet werden; aber auch bei Tätigkeiten, bei denen Gefahrstoffe im Arbeitsprozess entstehen. Nach einer Erhebung der Europäischen Union gehen in Deutschland 14 Prozent aller Beschäftigten, also etwa fünf Millionen Menschen, mit Gefahrstoffen bei der Arbeit um. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen. In Betrieben ist deshalb der Bedarf an Informationen zum Gefahrenpotenzial und sicheren Umgang mit Gefahrstoffen enorm. "Mit unserem Gefahrstoffinformationssystem GESTIS versuchen wir, Antworten auf Gefahrstoff-Fragen ganz unterschiedlicher Art zu geben", erläutert Dr. Roger Stamm, zuständiger Fachbereichsleiter im BGIA, die Vielfalt des Datenbankangebots: "Hier wird der Kleinunternehmer fündig, der wissen möchte, wie er einen bestimmten Stoff sicher lagert und entsorgt. Hier kann sich aber auch der Wissenschaftler kundig machen, der Einzelheiten zur Einstufung eines gefährlichen Stoffs recherchieren möchte oder auch der Arbeitsschützer, den internationale Grenzwerte für chemische Substanzen interessieren." Das Internetangebot der IFA enthält die folgenden frei zugänglichen Gefahrstoffdatenbanken:

-     die eigentliche GESTIS-Stoffdatenbank mit umfassenden Informationen zu gefährlichen Stoffen,
-     ISi, das Informationssystem zu Sicherheitsdatenblättern von ca. 300 Herstellern, 
-     eine Datenbank mit internationalen Grenzwerten für Chemikalien (in Englisch), 
-     eine weitere Datenbank mit wissenschaftlichen Begründungen für Grenzwerte und Einstufungen,
-     die GESTIS-StaubEx mit Brenn- und Explosionskenngrößen von Stäuben.

Neben den Datenbanken des IFA gibt es noch eine Reihe von Datenbanken von Verbänden und Berufsgenossenschaften, z. B. GisChem von der BGRCI oder GISBAU von Der BG Bau. Links zu weiteren Datenbanken sind unter Häufig hilfreiche Internetlinks zusammengestellt.