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Wegweiser TRGS 201

TRGS 201 "Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen"
(Ausgabe: Februar 2017, zuletzt geändert im April 2018) ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Ziel
Einstufung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen, die nicht bereits von einem Inverkehrbringer eingestuft und gekennzeichnet sind (z. B. bei nur firmeninterner Verwendung, § 6 Abs. 3 und § 8 Abs. 2 GefStoffV) und Anwendung der Kennzeichnungsvorschriften der GefStoffV auf Abfälle. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Zielgruppe
Die TRGS wendet sich in erster Linie an
  ●  Arbeitgeber/Unternehmer, auch Unternehmer ohne eigene Beschäftigte,
  ●  Fachkundige Personen, die vom Arbeitgeber/Unternehmer mit der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung
       beauftragt sind,
  ●  Informell: Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte, Mitglieder der betrieblichen Mitbestimmungsorgane. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Inhalt
Die TRGS 201
  ●  beschreibt die Ausführung der Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Stoffen und Gemischen
      -  in ortsbeweglichen Behältern (z. B. Standflaschen in Laboratorien, Tankcontainer),
      -  in ortsfesten Einrichtungen (z. B. Rohrleitungen oder Lagertanks),
      -  im Zusammenhang mit Abfällen,
      -  zur wissenschaftlichen, produkt- oder verfahrensorientierten Forschung und Entwicklung,
  ●  berücksichtigt die Vorgaben zur Einstufung und Kennzeichnung entsprechend CLP-Verordnung und erläutert, unter welchen
      Voraussetzungen ein Umetikettieren von der alten auf die neue Kennzeichnung notwendig bzw. nicht notwendig ist.

Die Anlagen der TRGS 201 informieren über
  ●  Informationsquellen zur Einstufung von Stoffen und Gemischen,
  ●  die vereinfachte Einstufung und Kennzeichnung anhand der Ausgangsstoffe oder möglicher Inhaltsstoffe bei Informationsdefiziten,
  ●  die farbliche Kennzeichnung von Rohrleitungen (falls erforderlich),
  ●  eine Methode zur Bestimmung der alkalischen bzw. sauren Reserve bei der Einstufung von Säuren/Laugen. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Vorgehen
Anders als bei der Kennzeichnung für das Inverkehrbringen von gefährlichen Stoffen und Gemischen resultiert die Kennzeichnung im Falle von Tätigkeiten mit Gefahrstoffen aus der Gefährdungsbeurteilung. Dabei ist der erforderliche Umfang der Kennzeichnung zu ermitteln. Die Anwendung einer vereinfachten innerbetrieblichen Kennzeichnung (gegenüber einer vollständigen Kennzeichnung entsprechend CLP-Verordnung) setzt entsprechende Betriebsanweisungen und eine Unterweisung der Beschäftigten voraus. In der TRGS 201 werden die Mindestanforderungen einer vereinfachten Kennzeichnung beschrieben und Hinweise für deren richtige Anbringung gegeben. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Weitere Informationen, u. a.
 ● 
TRGS 400 "Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen"
 ●  Wegweiser Gefahrstoffe des VDSI