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Wegweiser TRGS 401

TRGS 401 "Gefährdung durch Hautkontakt – Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen"
(Ausgabe: Juni 2008, zuletzt geändert im März 2011)
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Ziel 
Diese TRGS unterstützt den Arbeitgeber im Hinblick auf seine Pflicht im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung, Art, Ausmaß und Dauer der dermalen Gefährdung zu ermitteln und zu beurteilen sowie die erforderlichen Schutzmaßnahmen zur Verhinderung oder Minimierung der Gefährdung durch Hautkontakt festzulegen. Hautkontakt ist der direkte Kontakt der Haut mit Flüssigkeiten, Pasten, Feststoffen, einschließlich der Benetz­ung der Haut mit Spritzern oder der Kontakt mit kontaminierter Arbeitskleidung einschließlich persönlicher Schutzausrüstung oder kontaminierten Arbeitsflächen bzw. Arbeitsmitteln. Zum Hautkontakt zählt auch der Kontakt von Aerosolen, Gasen und Dämpfen mit der Haut. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Zielgruppe
Die TRGS wendet sich in erster Linie an
  ●  Arbeitgeber/Unternehmer/Betriebsleiter, auch Unternehmer ohne eigene Beschäftigte,
  ●  Fachkundige Personen, die vom Arbeitgeber/Unternehmer mit der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung
       betraut sind,
  ●  Informell: Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte, Mitglieder der betrieblichen Mitbestimmungsorgane. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Inhalt
Die TRGS 401 beinhaltet:
  ●  die Vorgehensweise zur Ermittlung der dermalen Exposition,
  ●  Branchenregelungen mit genauen Vorgaben der Schutzmaßnahmen (Anlage 1),
  ●  stoffbezogene Informationen zu hautresorptiven Stoffen (Anlage 2) und zu Stoffen mit bekanntem Risiko für die Entstehung eines
       allergischen Kontaktekzems (Anlage 3),
  ●  die Einteilung und Zuordnung der dermalen Gefährdung in die drei Kategorien: geringe Gefährdung, mittlere Gefährdung sowie
       hohe Gefährdung durch Hautkontakt,
  ●  die Berücksichtigung der Gefahrenhinweise (R-Sätze) bei der Einteilung in Gefährdungskategorien (Anlage 4). ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Vorgehen 
Der Arbeitgeber ermittelt alle Tätigkeiten mit hautgefährlichen Gefahrstoffen. Die Beurteilung von Art, Ausmaß und Dauer der Hautgefährdung und die Umsetzung der Schutzmaßnahmen werden in einer Gefährdungs-beurteilung dokumentiert. Für die Umsetzung der Schutzmaßnahmen sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer verantwortlich. Der Arbeitgeber hat die Schutzausrüstungen bereitzustellen, die Mitarbeiter anhand der Betriebsanweisung zu unterweisen sowie arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen anzubieten bzw. zu veranlassen. Die Arbeitnehmer wenden die technischen und persönlichen Schutzausrüstungen vorschrifts-mäßig an und halten die organisatorischen Schutzmaßnahmen aus der Betriebsanweisung ein.
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Weitere Informationen, u.a. 
  ● 
TRGS 400 "Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen"
  ●  TRGS 900 "Arbeitsplatzgrenzwerte"
  ●  TRGS 903 "Biologische Grenzwerte"