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Wegweiser TRGS 406

TRGS 406 Sensibilisierende Stoffe für die Atemwege
(Ausgabe: Juni 2008, zuletzt geändert im März 2009) ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Ziel
Diese TRGS unterstützt den Arbeitgeber im Hinblick auf seine Pflicht, bei Tätigkeiten mit sensibilisierenden Stoffen im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung Art, Ausmaß und Dauer der Gefährdung bei inhalativer Exposition zu ermitteln und zu beurteilen sowie die erforderlichen Schutzmaßnahmen zur Verhinderung oder Minimierung der Gefährdung festzulegen und deren Wirksamkeit zu überprüfen. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Zielgruppe
Die TRGS wendet sich in erster Linie an
  ●  Arbeitgeber/Unternehmer/Betriebsleiter, auch Unternehmer ohne eigene Beschäftigte,
  ●  Fachkundige Personen, die vom Arbeitgeber/Unternehmer mit der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung
       betraut sind,
  ●  Informell: Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte, Mitglieder der betrieblichen Mitbestimmungsorgane. ____________________________________________________________________________________________________________________________________
Inhalt
Die TRGS 406 beinhaltet:
  ●  Hinweise zur Informationsermittlung – stoffbezogen und tätigkeitsbezogen - bezüglich atemwegssensibilisierender Wirkungen für
      alle Arbeitsstoffe,
  ●  die Vorgehensweise zur Ermittlung der Gefahren durch sensibilisierende Stoffe für die Atemwege,
  ●  Hinweise zur Substitution bzw. Minimierung der Exposition, da bei atemwegssensibilisierenden Arbeitsstoffen auch bei Einhaltung
      des Grenzwertes in vielen Fällen kein Schutz vor allergischen Reaktionen gegeben ist,
  ●  Informationen zu technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen, zum Einsatz persönlicher Schutzausrüstung und zur Anwendung
      allgemeiner Hygienemaßnahmen,
  ●  Hinweise zur Unterweisung und zur arbeitsmedizinisch-toxikologischen Beratung sowie arbeitsmedizinischen Vorsorge (Pflichtuntersuchungen
      und Angebotsuntersuchungen.

In einer Anlage werden Tätigkeiten mit Stoffen mit arbeitsmedizinischer Relevanz aufgelistet, die bekanntermaßen zu Sensibilisierungen der Atemwege führen können.
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Vorgehen
Der Arbeitgeber ermittelt im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung alle Tätigkeiten mit atemwegssensibilisierenden Stoffen, beurteilt Ausmaß und Dauer der Gefährdung, prüft mögliche Substitution bzw. Minimierung der Gefährdung, legt geeignete Schutzmaßnahmen fest und prüft deren Wirksamkeit. Der Arbeitgeber sorgt für die Unterweisung der Beschäftigten sowie für die ggf. erforderlichen arbeitsmedizinischen Angebots- und Pflichtuntersuchungen.
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Weitere Informationen, u.a.  
  ●  TRGS 400 "Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen"
  ●  TRGS 402 "Ermitteln und beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen: Inhalative Exposition"
  ●  TRGS 900 "Arbeitsplatzgrenzwerte"