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Beizen und Brennen

Beizen ist das Entfernen von Oxiden und anderen Metallverbindungen von der Oberfläche durch chemische oder elektrolytische Behandlung. Brennen ist das Beizen von Kupferwerkstoffen mit salpetersäurehaltigen Lösungen.

Als Beizmittel werden verdünnte Säuren mit Zusatzstoffen, z. B. Schwefel-, Salz-, Phosphor‑, Fluss- oder Salpetersäure eingesetzt. Aluminium-Werkstoffe werden in Natronlauge gebeizt.

Sparbeizen greifen das Grundmaterial weniger an, weil sie Hemmstoffe (Inhibitoren) enthalten. Bei den Inhibitoren kann es sich um kanzerogene Stoffe handeln. Spezialbeizen für Leichtmetalle können arsen- oder quecksilberhaltig sein. Beim Beizen von Kupfer-, Nickel- und Messingwerkstoffen können außer den genannten Säuren auch Chromsäuren und Chromate eingesetzt werden.

Gefährdungen durch Beizmittel sind beim Ansetzen und Betrieb der Bäder durch Hautkontakt, Spritzer und Dämpfe gegeben. Beim Ansetzen der Bäder ist immer Säure in Wasser zu geben, nie umgekehrt, weil der Vorgang mit einer starken Temperaturerhöhung verbunden sein kann.