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Asbest

Als Asbest werden faserförmiger Serpentinasbest (Chrysotil) und faserförmige Amphibolasbeste (Amosit, Antophyllit, Tremolit, Aktinollith, Krokydolith) bezeichnet, die als krebserzeugend, Kategorie I eingestuft sind. Es handelt sich dabei um anorganische, natürlich vorkommende kristalline Silikate, die aufgrund ihrer faserförmigen Struktur bei mechanischer Beanspruchung in eine Vielzahl einzelner Fragmente aufspleißen. Dabei kommt es zur Entstehung immer dünnerer Fasern bzw. Faserbündel, die in den Stäuben an Arbeitsplätzen der astbestverarbeitenden Industrie enthalten sind. Der lungengängige Feinstaub kann zu Asbestose, Lungenkrebs und Mesotheliomen führen.

Grundsätzlich besteht ein Herstellungs- und Verwendungsverbot, von dem es allerdings einige Ausnahmen gibt:

     

  ●  die Verwendung asbesthaltiger Stoffe für analytische Untersuchungen,
  ●  die Forschung an asbesthaltigen Gefahrstoffen,
  ●  Abbrucharbeiten,
  ●  Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten an bestehenden Anlagen, Fahrzeugen, Gebäuden, Einrichtungen oder
      Geräten mit Ausnahme der Bearbeitung von Asbesterzeugnissen mit Arbeitsgeräten, die der Oberfläche abtragen,
      wie z. B. Abschleifen, Hoch-/Niederdruckreinigen oder Abbürsten sowie
  ●  Gewinnung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung natürlich vorkommender mineralischer Rohstoffe,
      die freie Asbestfasern mit einem Massegehalt von nicht mehr als 0,1% enthalten.


Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten dürfen nur von Firmen durchgeführt werden, die über eine geeignete sicherheitstechnische und personelle Ausstattung verfügen, sachkundige Personen beschäftigen und eine entsprechende Erlaubnis haben.

Abfälle sind dicht verpackt besonders zu kennzeichnen.