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Fortpflanzungsgefährdende Stoffe und Gemische

Der Terminus fortpflanzungsgefährdend kommt aus der zum 01.06.2015 ungültig gewordenen europäischen Stoff- bzw. Zubereitungsrichtlinie. Neben den fortpflanzungsgefährdenden Stoffen gibt es noch fruchtschädigende Stoffe, deren Regelungen nicht Bestandteil der Gefahrstoffverordnung sind. In der CLP-Verordnung wird nicht zwischen fortpflanzungsgefährdend oder fruchtschädigend unterschieden, sondern beide Gefährlichkeitsmerkmale werden in der Gefahrenklasse reproduktionstoxisch subsummiert sind, so dass unter Reproduktionstoxizität nicht nur die Beeinträchtigung von Sexualfunktion und Fruchtbarkeit, sondern auch Entwicklungsschäden bei den Nachkommen zu verstehen ist.

Während für fortpflanzungsgefährdende Stoffe und Gemische in der Gefahrstoffverordnung besondere Vorschriften genannt werden, sind Regelungen für fruchtbarkeitsgefährdende Stoffe und Gemische dem Mutterschutzgesetz vorbehalten.

Im Mutterschutz- und im Jugendarbeitsschutzgesetz sind für beide Gefährlichkeitsmerkmale einschränkende Regelungen zur Beschäftigung enthalten.