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Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische

 Eine der 29 Gefahrenklassen der CLP-Verordnung.

Stoffe oder Gemische werden dann als selbsterhitzungsfähig bezeichnet, wenn sie nicht als pyrophore (selbstentzündliche) Flüssigkeiten oder Feststoffe eingestuft werden müssen.  Sie neigen dazu, sich in Berührung mit Luft ohne Energiezufuhr selbst zu erhitzen; derartige Stoffe oder Gemische unterscheiden sich von pyrophoren Flüssigkeiten oder Feststoffen darin, dass sie sich nur in großen Mengen (mehrere Kilogramm) und nach einem längeren Zeitraum (Stunden oder Tage) entzünden.

Die Selbsterhitzung wird durch Reaktion des Stoffes oder Gemisches mit dem Luftsauerstoff und durch die Tatsache verursacht, dass die entwickelte Wärme nicht schnell genug nach außen abgeführt wird. Die Selbstentzündung tritt ein, wenn die Menge der entstandenen Wärme größer ist als die der abgeführten und die Selbstentzündungstemperatur erreicht ist.

Die Gefahrenklasse ist in zwei Kategorien unterteilt:

         
          Gefahr

Stoffe und Gemische der Kategorie 1 tragen neben Gefahrenpiktogramm "Flamme" (GHS02) und dem Signalwort Gefahr auch den Gefahrenhinweis H251 ("Selbsterhitzungsfähig, kann in Brand geraten."), während

          
         Achtung

Stoffe und Gemische der Kategorie 2 neben dem Gefahrenpiktogramm "Flamme" (GHS02) das Signalwort Achtung und den Gefahrenhinweis H252 ("In großen Mengen selbsterhitzungsfähig, kann in Brand geraten.") tragen.