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Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR)

Die bisherigen Arbeitsstättenrichtlinien waren Ergänzungen zur Arbeitsstättenverordnung, in denen ansonsten unbestimmte Rechtsbegriffe genauere definiert und Umsetzungsanforderungen vorgestellt werden. Diese z. T. sehr ausführlichen Richtlinien wurden im Rahmen der Novellierung der Arbeitsstättenverordnung im Jahre 2004 neu strukturiert. Heute werden sie als Technische Regeln für Arbeitsstätten bezeichnet und vom Ausschuss für Arbeitsstätten (ASTA) beraten, beschlossen und vom BMAS im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlicht.

Die früheren, etwa 30 Arbeitsstättenrichtlinien, die neben der Arbeitsstättenverordnung auch auf Merkblättern, Normen und Ähnlichem basierten, wurden in knapp 20 Technische Regeln für Arbeitsstätten überführt, die sich jetzt ausschließlich auf die Arbeitsstättenverordnung beziehen. Unter den neuen ASR befinden sich auch einige komplett neue Regelungsinhalte.

Wie bei den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) hat sich die rechtliche Bedeutung der ASR dahingehend geändert, dass der Anwender ungeprüft davon ausgehen darf, dass alle Schutzziele der Arbeitsstättenverordnung eingehalten werden, wenn er ohne Abweichung entsprechend der Vorgabe einer ASR verfährt. Diese Vermutungswirkung wird nicht von den alten Arbeitsstättenrichtlinien erfüllt, sondern nur von den nach dem 01.01.2010 veröffentlichten Technischen Regeln für Arbeitsstätten.